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Forschungsdaten » KUMULUS » KUMULUS 2024
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Einzelstudie

KUMULUS

Das Projekt verfolgt das Ziel, einen substanziellen Beitrag zur Erforschung der Bedingungen und Praktiken kultureller Bildung bei Jugendlichen im Schulalter in sehr peripheren ländlichen Räumen zu leisten und zur Weiterentwicklung von Handlungsansätzen für die kulturelle Bildungsarbeit mit Jugendlichen beizutragen. Dafür geht es von einem breiten Begriff kultureller Bildung aus und bedient sich einer regional vergleichenden und multimethodischen Vorgehensweise.
Den Rahmen bietet eine Vergleichsstudie von zwei als „sehr peripher - ländlich“ typisierten Regionen in (Ost-)Deutschland, die sich in ihrer kulturellen Bildungsarbeit zugleich gut kontratieren ließen. Die genannte Typisierung beschreibt sowohl eine geringe Siedlungsdichte als auch eine entfernte Lagerelation zu den großstädtischen Zentren. Bei den beiden Modellregionen handelt es sich um den Altmarkkreis Salzwedel in Sachen-Anhalt und den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern.
Das Projekt verfolgt einen multimethodischen Ansatz, nutzt qualitative und quantitative Zugänge und bewegte sich hierfür auf drei Beobachtungsebenen: der Ebene der kulturellen Angebote, der Ebene der Organisationen und der Ebene der Jugendlichen und deren Aktivitäten.
Der wichtigste emprischer Zugang des Projekts war eine standartisierte Befragung von Schülerinnen und Schülern in beiden Landkreisen. Dafür wurde sämtliche weiterführende Schulen der Modellregionen zur Beteiligung aufgefordert, wodurch die Befragung als Vollerhebung konzipiert ist. Mittels eines Onlinefragebogens wurden Schüler:innen der 7. bis 10. Klassenstufe zu ihren kulturellen Aktivitäten, Einbindungen, Angebotsnutzungen und Interessen sowie deren Realisierungsbedingungen im Kontext regionaler Strukturen befragt. Erhebungszeitraum war das Frühjahr 2022. Mit Ende der Feldphase konnte ein Rücklauf von 475 gültigen Fragebögen aus elf Schulen realisiert werden, deren Schulstandorte überwiegend in kleinstädtischen Grundzentren mit 5.000 bis 10.000 Einwohner:innen liegen. Diese Stichprobe, mit Schwerpunkt auf den sehr ländlichen Raum, gibt demnach dennoch ein treffendes Abbild der Lebenswelten von Jugendlichen in Kleinstädten und Dörfern, ohne dabei eine Repräsentativität für die Landkreise zu beanspruchen. Das Verhältnis der Stichprobe zwischen den beiden Modellregionen (73,3% / 23,4%) entspricht nahezu exakt der Relation der Bevölkerungsgrößen beider Landkreise.

Zentrale Veröffentlichung: Fehser, Stefan; Tillmann, Frank; Reißig, Birgit (2025): Partizipation und Abwanderung von Jugendlichen in ländlichen Regionen. Eine quantitative Untersuchung zivilgesellschaftlicher Teilhabe von Jugendlichen unter sozialgeografischen Gesichtspunkten. In: Cathleen Grunert und Katja Ludwig (Hg.): Jugend - Ländliche Räume - Peripherie(sierung). Theoretische und empirische Erkundungen regionaler Ungleichheiten. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden (Studien zur Kindheits- und Jugendforschung, 11), S. 103–124. (online unter: https://doi.org/10.1007/978-3-658-44187-6)


Synopse

Kurztitel:KUMULUS 2024
Primärforscher:Deutsches Jugendinstitut e.V., München
01.03.2022 bis 31.03.2022
Projektstatus:Daten für wissenschaftliche Zwecke verfügbar
Methode:CAWI
Vollerhebung der 7. bis 10. Klassenstufe von weiterführenden Schulen der Modellregionen
475 Schüler:innen
Zitation:Fehser, Stefan (2024): Kulturell-musische Bildung für Jugendliche des ländlichen Raums. Version: 1. Deutsches Jugendinstitut e.V.. Dataset. https://doi.org/10.17621/kumulus

Datensätze


SPSS-Daten SUF-Datensatz

Die Datei enthält 475 Zeilen und 206 Spalten (0.26 MByte).


Dokumente


Fragebogen
PDF-Dokument kumulus_schulbefragung_fragebogen.pdf (⇓ 370,8 KB)
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