Einzelstudie
Quantitative Untersuchung
Die quantitative Untersuchung umfasste eine Onlinebefragung von jungen Menschen in Angeboten des Übergangssektors. In der Befragung wurden Angebote am Übergang Schule – Beruf angeschrieben, um die Umfrage an junge Menschen zu übermitteln. Die kontaktierten Angebote in den Untersuchungsregionen umfassen beispielsweise das Berufsvorbereitungsjahr an Berufsschulen, Freiwilligendienste, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Fortbildungsakademien, Förderprojekte aus dem Bereich Jugendhilfe und Inklusion und Berufsorientierungsangebote.
Wesentliche Ergebnisse des Projekts:
- Ungleichheiten im Zugang: Die Verteilung von Übergangsangeboten ist regional sehr unterschiedlich, was Mobilitäts- und Zugangsbarrieren für Jugendliche schafft.
- Organisatorische Kategorisierungsprozesse: Insbesondere große Organisationen (z.B. Arbeitsagenturen) sind auf Kategorisierungen angewiesen, was zu ungleichen Teilhabechancen führt. Möglichkeiten junger Menschen zur Entscheidung über deren Verbleib im Übergangssektor werden durch Kategorisierungsprozesse begrenzt oder verunmöglicht.
- Lebensweltliche Barrieren: Die Wechselwirkung zwischen Übergangsorganisationen, familiären Kontexten und Peerkontexten ist entscheidend für die Umsetzung beruflicher Aspirationen. Ob und wie junge Menschen ihre beruflichen Ziele verfolgen können, hängt maßgeblich von diesen sozialen Umfeldern ab. Gewalt- und Mobbingerfahrungen, insbesondere in Übergangsangeboten und Berufsschulen, wirken als zentrale Bildungsbarrieren.
- Geschlechtsspezifische Unterschiede: Junge Frauen mit Beeinträchtigung können ihre Berufswünsche weniger gut umsetzen als junge Männer.
- Relationales Verständnis von Bildungsbarrieren: Entwickelt wurde ein relationaler Barrierenbegriff, dieser dient dazu, die organisationalen Zielsetzungen, die mit kategorialen Unterscheidungspraktiken einhergehen, kritisch zu hinterfragen und den Fokus auf die Situiertheit von Begleit- und Beratungssettings zu lenken.
- Praxisrelevante Instrumente: Es wurde eine Open-Access-Praxisbroschüre mit Handlungsempfehlungen zum Abbau von Bildungsbarrieren am Übergang Schule – Beruf entwickelt. Des Weiteren wurde der kommunale Jugendinklusionsindex entwickelt, mit dem die Inklusionsleistung aller deutschen Landkreise und Städte abbildbar ist.
Auf der
Website des Deutschen Jugendinstituts e. V. zum Projekt sind Veröffentlichungen und weitere Informationen zu finden.
Synopse
| Kurztitel: | Inklusion in der beruflichen Bildung InBiT |
| 01.04.2023 bis 31.10.2023 |
| Projektstatus: | Die Daten sind für wissenschaftliche Zwecke verfügbar. |
| Methode: | Onlinebefragung
Schneeballverfahren
513 Befragte |
| Zitation: | Wiesner, Tina; Prenzel, Theresa (2025): Inklusion in der beruflichen Bildung. Datensatz der Onlineumfrage. https://doi.org/10.17621/inbit |
Datensätze
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Scientific Use File
- Kurzbeschreibung des Datensatzes:
- 69 Personen aus dem Landkreis A in Niedersachsen.
- 128 Personen aus Stadt B in Niedersachsen.
- 149 aus Stadt C in Sachsen-Anhalt.
- 106 Personen stammen aus dem Landkreis D in Sachsen-Anhalt.
- Das Durchschnittsalter der Befragten beträgt 19,5 Jahre.
- 42,9 % der Befragten sind weiblich.
- 35 % der Befragten besuchen eine Berufsschule.
- 13 % der Befragten absolvieren eine Ausbildung in einer Werkstatt für behinderte Menschen.
- 37 % der Befragten haben einen Migrationshintergrund.
- 51 % der Befragten gaben an, dass bei ihnen eine Beeinträchtigung vorliegt.
Die Datei enthält 513 Zeilen und 250 Spalten (1.16 MByte).
Dokumente
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Fragebogen -
fragebogenentwurf.pdf (⇓ 987,0 KB)
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Methodenbericht -
methodenbericht.pdf (⇓ 96,8 KB)